Bosch Connected World 24 – Eine narrative Brille

Unser Tobias war auf der Bosch Connected World zu Gast.
Und das ist sein ganz persönlicher Erfahrungsbericht:

Nun schon zum 2. mal durfte ich die Bosch Connected World besuchen. Ein Klassentreffen der ganz besonderen Art.
Für mich sind diese und andere Konferenzen / Messen immer ein Eintauchen in ganz viele unterschiedliche Realitäten und Welten. In diesem Fall die 1001 Welten des Bosch und vielen Partnern. Mit einer narrativen Brille schaue ich in dieser Woche auf einige Eindrücke zurück.
Messen sind für mich immer auch ein Schaulaufen der Geschichten:

  • Welche Geschichte bekommt welchen Platz?
  • Wie inszenieren wir die Held:innen der verschiedenen Themen?
  • Was sind die großen Reisen der Transformation, auf die wir nun eingeladen werden?
  • Welche Geschichte resoniert mit mir, uns allen und welche Geschichte scheint morgen schon wieder vergessen?

Danke an Fabienne Hieber, dass du mich hierzu interviewed hast! =)

Fabienne Hieber & ich im BCW.TV


#GenAI: Das zentrale Thema schlechthin. Von der Keynote bis hin zu vielen Vorträgen, Gesprächen und Anwendungen, GenAI war überall dabei.
KI, die von einem Ball auf der Straße zu einem hereinlaufenden Kind schließt, über KI generierte Bilder im Marketing.
KI, welche alle rechtlichen Rahmenbedingungen und Compliance Pflichten kennt und daraus Anforderungen an die Entwicklung generiert. GenAI hat ein enormes Potential Informationen in Rekordtempo zu erkennen und zu bewerten.

Aus narrativer Sicht:

GenAI wurde fast immer in Zusammenhang mit ethischer und sozialer Verantwortung genannt. AI kann helfen Entscheidungen zu treffen – und trifft sie auch alleine – nur wenn wir entlang der ganzen Wertschöpfungskette soziale Verantwortung mitdenken, entwickeln wir auch Systeme, die zum Beispiel, das Leben eines Kindes retten können. Der zweite Kontext für Gen AI ist vor allem der konkrete Anwendungsfall. Ich finde eine AI Story, dann glaubhaft und sinnvoll, wenn ich den Kontext verstehe in dem AI als Teil der Lösung interpretiert wird.

Damit wären wir bei klassischen nutzentrierten Storytelling Strukturen:

  • Set the Stage: Wo stehen wir? / Was sind unsere Probleme gerade?
  • Ziel / Vision: Wo wollen wir hin?
  • Transformation / How to: Wie nutzen wir AI, um unser Ziel zu erreichen?
  • Abschluss / Call to Action / Moral der Geschichte: Was haben wir gelernt? / Was ist der Call to Action?

Tobias Neffle, Christopher Benecke und Bastian Kruse haben das super hinbekommen und ihre Story entlang der Mehrwerte einer Partnerschaft zwischen Google & Bosch erzählt. =)

ctrlX AUTOMATION, Bosch Connected Industry, T-Systems International, Google und Microsoft und viele tolle Firmen aus unserem Mittelstand, alle arbeiten zusammen. Digitale Use-Cases entstehen plötzlich nicht mehr in simplen Kunden – Lieferanten Beziehungen, sondern werden in komplexen Ökosystemen geschaffen und verhandelt.

Aus narrativer Sicht:

Es scheint so, dass viele nun den Mehrwert sehen ko-kreativ Lösungen zu entwickeln. Lösungen, die einer gemeinsamen Plattform bedürfen. Eine Plattform, die als lebendiges System vieler immer wieder neu justiert wird. Ich glaube die Story von Ökosystemen steht immer noch ganz am Anfang.

Auch hier wandelt sich unser Verständnis von Wirtschaft. Mit der Metapher des Ökosystems kommen nun auch ganz neue Eigenschaften und Anforderungen an unsere Business Stories daher. Eine Strategie, die darauf aufbaut ein langfristig für alle nutzbares und gesundes Ökosystem zu schaffen muss zwangläufig die Perspektiven verändern. Evolutionstheorie, Netzwerke und strategisches Partner- & Communitymanagement werden zentrale Bestandteile. Wir erzählen nun die Geschichten von gegenseitigem Vertrauen, gemeinsamen Projekten und neuen Ideen, die wir explorativ umsetzen. Gepaart mit Kommunikation auf Augenhöhe (auch unabhängig von der Größe des Konzerns!), und vor allem Geschichten über das Abbauen von strukturellen Hürden.

Stefan Hartung, Tanja Rueckert und auch Stefan Grosch haben es alle in Ihren Inhalten erwähnt.
Digitalisierung ist eine nicht nur eine technische Vision, sie ist vor allem auch ein komplexer sozialer Veränderungsprozess für jeden von uns, der Teil dieser Gesellschaft ist.

Die schönste Geschichte der BCW? – #DigitalTalentAcademy
Eine 21-jährige Brasilianerin, die erzählt, wie ihr Leben durch einen Konzern verändert wird, der soziale Verantwortung mit beruflicher Weiterbildung kombiniert. Toll, dass du dieser Story eine Bühne geben konntest Katrin Dr. Marx =) Digitalisierung & Transformation auf kultureller Ebene müssen ineinander übergehen.

Digital Talent Academy Brazil


#PeopleMatter ist ein tolles Mantra, welches wir erzählen und mit Leben füllen müssen. Ähnlich der Geschichte von Ökosystemen, die nachhaltig wachsen, sollten wir imho auch bei allen digitalen Lösungen und Prozessen die Brücke hin zum tiefergehenden “Warum?” / “Wofür?” immer wieder kommunizieren.

Wir nutzen AI, AR, Smart Home und digital.auto nicht um des Auto selbst willen, sondern weil unseren Kund:innen, Partner:innen, Kolleg:innen und Lieferanten eine neue (Business)-Erfahrung ermöglichen wollen. Vielleicht nehme ich das sogar so in meine Checkliste für alle Bosch Projekte auf:

People Matter – wer sind die Menschen hinter deinem Projekt, die wir begeistern wollen?

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Wir freuen uns drauf! Lassen Sie uns gerne Ihre Kontaktdaten da und wir melden uns bei Ihnen.

    Erfahrungen & Bewertungen zu VerVieVas